Daneben ist auch ok?

Müll gehört in den Abfalleimer und nicht einfach irgendwohin, weil er gerade lästig ist und auch nicht neben einen solchen, wenn diese voll ist. Einmal abgesehen davon, dass es insgesamt kein schönes Bild ist, wenn der Müll überall rumliegt oder sich an den Abfallbehältern türmt, gibt es noch weitere Gründe, die dagegensprechen, Abfälle im Stadtgrün zu entsorgen.

Wer Müll neben den Abfalleimer legt, denkt wohl, dass es für Andere ein leichtes ist, ihn bei der Leerung des Abfalleimers gleich mitzunehmen. Allerdings bleibt der Müll oft nicht einfach dort liegen. Wind verweht leichtere Abfälle und Tiere wie Krähen, Füchse und Ratten verteilen den Müll weiträumig und zerlegen ihn teilweise in kleine Stücke. Abfälle bieten zum einen keine artgerechte Nahrung für die Tiere, außerdem können diese sich an zum Beispiel scharfkantigen Gegenständen verletzen. Zusätzliche Nahrung kann auch dazu führen, dass sich einige Tierarten wie zum Beispiel Ratten deutlich stärker vermehren. Durch die steigende Zahl werden sie dann zunehmend zum Problem. Teilweise verlieren sie ihre Scheu und es kommt häufiger zu Problemen.

Zigarettenstummel und andere Stoffe sind giftig und eine potenzielle Gefahrenquelle, wie auch spitze und scharfkantige Gegenstände und sollten darum nicht herumliegen. Sie sind eine Gefahr für Kinder, Pflanzen, Tiere und gegebenenfalls auch für das Bodenleben.

Obwohl immer mehr Müll in den öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen landet, haben die Bezirke nicht plötzlich mehr Geld zur Verfügung um diesen einzusammeln und zu entsorgen. Außerdem geht das Saubermachen durch die Bezirke zu Lasten der gärtnerischen Pflege! Das Geld und die Zeit, welche die Mitarbeiter*innen für die Abfallentsorgung benötigen, können sie nicht in die Grünflächenpflege stecken. In welcher Qualität ein Park gepflegt werden kann, liegt also auch an jeder einzelnen Besucherin und jedem Besucher. Auch wenn zur Verbesserung der Stadtsauberkeit inzwischen die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) in ausgewählten Grünanlagen die Reinigung übernehmen, kostet das die öffentliche Hand und damit alle Steuerzahlenden viel Geld, das für andere Aufgaben besser angelegt wäre.

Es ist die Verantwortung jeder und jedes Einzelnen den Müll an geeigneter Stelle zu entsorgen oder gar nicht erst entstehen zu lassen. Die Mülltonnen, die im Stadtgrün zur Verfügung gestellt werden, sind ein Angebot, was nicht bedeutet, dass man dort einen Anspruch auf Abfallentsorgung hat!

„Carry In, Carry Out“/“Bring’s Mit, Nimm’s Mit“ ist der beste Umgang mit Abfällen, auch und gerade im Stadtgrün – genauso wie im Wald, am Strand oder in den Bergen.

(Er-)Lebe einfach Dein Urlaubsgefühl im Park!  

Siehe auch:

Kein Müll im Park

 

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