Parkfluencerin Carolin

Der Mensch muss hier sein Verhalten ändern.

Sie sind bekannt für ihre Markante Zeichnung im Gesicht und ihr gutes Gedächtnis. Sie merken sich sehr gut, wo sie Erfolg bei der Nahrungssuche hatten – und den haben sie in der Stadt oft. Die Rede ist von Waschbären. Carolin W. erklärt uns, weshalb Berlin ein Paradies für die kleinen Raubtiere ist, wo viele von ihnen die kalten Wintermonate verbringen und warum man die faulen Jäger auf keinen Fall füttern sollte.

211206 Begzada
Sie sind bekannt für ihre Markante Zeichnung im Gesicht und ihr gutes Gedächtnis.

Seit 2021 gibt es das Pilotprojekt „Waschbär-Vor-Ort-Beratung” der Senatsverwaltung fürSeit 2021 gibt es das Pilotprojekt „Waschbär-Vor-Ort-Beratung” der Senatsverwaltung fürUmwelt, Verkehr und Klimaschutz. Darin berät Carolin W. Menschen im Umgang mitWaschbären. Carolin hat knapp vier Jahre wissenschaftlich mit Waschbären gearbeitet und dabei ihre Faszination für die oft missverstandenen Tiere entdeckt. Denn oftmals ist es menschliches Verhalten, dass es Waschbären und anderen Wildtieren besonders leicht macht sich wohl zu fühlen.

In der Hauptstadt kommen sie einfach an Essensreste aus ungesicherten Mülltonnen.„Waschbären sind nämlich ziemlich faul und nehmen sich das, was sie am einfachsten erreichen können.” Außerdem finden sie leicht immer wieder neue Unterschlüpfe. Nichtselten sind das Dachböden. Carolin besucht Menschen, die eine solche unerwünschte Mietpartei im Haus haben und berät sie zu geeigneten Maßnahmen.

Ihr ist dabei klar, dass Bekämpfen und Ausrotten nicht funktionieren kann: „Der Mensch muss hier sein Verhalten ändern.” Carolin prüft dann, wie die Tiere den Dachboden erklommen haben, schlägt vor, entsprechende Klettermöglichkeiten zu beseitigen und mahnt, keine Essensreste herumliegen zu lassen. Außerdem müssen den Waschbären gemütliche Unterschlüpfe verwehrt werden. Auch gezieltes Füttern ist ein großes Problem, denn dadurch verlieren Wildtiere die Scheu vor Menschen und nähern sich weiter an.

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Die Waschbär-Expertin glaubt fest an eine friedliche Koexistenz von Menschen und Wildtieren in der Stadt.

Die Waschbären in der Naturschutzstation Marienfelde haben sich hingegen schon angenähert. Sie wurden von der Polizei hier abgegeben. Da das Aussetzen von Wildtieren allgemein nicht erlaubt ist, dienen sie nun als Botschafter, um die Berliner Bevölkerung über die kleinen Raubtiere zu informieren. Die Haltung von Wildtieren bedarf außerdem einer Genehmigung.
Damit es den Tieren gut geht, ist eine gewisse Nähe zwischen Carolin und den Waschbären nötig. In der freien Wildbahn hingegen ist Distanz zu wahren, damit die Waschbären nicht den Respekt verlieren. Es gilt: Faszination erlaubt, Füttern und Streicheln unbedingt unterlassen!

Die Waschbären in der Naturschutzstation Marienfelde haben sich hingegen schon angenähert. Sie wurden von der Polizei hier abgegeben. Da das Aussetzen von Wildtieren allgemein nicht erlaubt ist, dienen sie nun als Botschafter, um die Berliner Bevölkerung über die kleinen Raubtiere zu informieren. Die Haltung von Wildtieren bedarf außerdem einer Genehmigung. Damit es den Tieren gut geht, ist eine gewisse Nähe zwischen Carolin und den Waschbären nötig. In der freien Wildbahn hingegen ist Distanz zu wahren, damit die Waschbären nicht den Respekt verlieren. Es gilt: Faszination erlaubt, Füttern und Streicheln unbedingt unterlassen!

Die Waschbär-Expertin glaubt fest an eine friedliche Koexistenz von Menschen und Wildtieren in der Stadt. Dafür ist es wichtig, Abstand zu wahren, gelassen mit der Tierwelt umzugehen und den gemeinsamen Lebensraum des Stadtgrüns wertschätzend zu behandeln. 

Mehr Informationen zu Waschbären und dem Pilotprojekt:

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