Warum wird das Tempelhofer Feld in der Nacht geschlossen?

Ein kleiner Teil des öffentlichen Stadtgrüns wird in der Nacht abgeschlossen. Prominente Beispiele dafür sind der Märchenbrunnen im Volkspark Friedrichshain, das Nationaldenkmal im Viktoriapark und das Tempelhofer Feld. Dabei geht es vor allem um den Naturschutz und um den Schutz der Anlagen aus Denkmalschutzgründen. Denn leider verhalten sich die Berliner Stadtgrünnutzer*innen nicht immer so, wie es für Natur und Anlage verträglich ist. Vandalismus ist ein dauerhaftes Problem, welches an bestimmten Objekten und Flächen aber einen noch größeren Schaden anrichtet als auf anderen. Daher müssen leider manche Flächen zu Ihrem Schutz über Nacht geschlossen werden.

Damit das Tempelhofer Feld in seiner Einzigartigkeit und hohen Qualität gewahrt bleibt, soll aus Gründen des Naturschutzes und der Sicherheit grundsätzlich die nächtliche Schließung beibehalten werden. Das Tempelhofer Feld ist in der Regel von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang für die Besucher*innen geöffnet. Dies bedeutet teilweise monatlich wechselnde Öffnungszeiten.

Grundsätzlich sind die Stadt Berlin und die Bezirke bestrebt die öffentlichen Grünanlagen als nichtkommerzielle und barrierefreie Räume zu allen Tages- und Nachtzeiten zugänglich zu halten und nur in wenigen Ausnahmefällen die Nutzung auf die Tagesstunden zu beschränken.

In Folge der Corona-Maßnahmen wurden die vermehrten Open-Air-Partys im Stadtgrün zu einem Problem. Lärmbelästigung der Anwohnenden, beschädigte Parkanlagen, enorme Mengen an Müll und vor allem anderen aggressives Auftreten unter den Feiernden sowie gegenüber dem Ordnungsamt und der Polizei wurden zu einem untragbaren Zustand. Aus diesen Gründen wurde 2021 im Sommer für den James-Simon-Park in Mitte und den Treptower Park zeitweise eine zeitliche Einschränkung der Benutzung umgesetzt.

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