Warum grünen Dächer in Berlin?

Heute sind in Berlin bereits über 400 ha an Dachflächen begrünt – das entspricht zweimal der Fläche des Großen Tiergartens oder 560 Fußballfeldern. Wo sich diese Gründächer befinden, kann online im Umweltatlas nachgeschaut werden.

Begrünte Dächer sind besonders in den hochverdichten Quartieren wichtig, denn sie können den Verlust von Freiraum und Stadtgrün zumindest teilweise kompensieren. Sie bilden quasi die „zweite grüne Ebene der Stadt“ und dienen so vor allem in dichten Ballungsräumen als Erholungsort für die Menschen und Lebensraum für Insekten, Vögel und Pflanzen. Sie können dabei auch Trittsteine zwischen den Biotopräumen sein, was sehr wichtig für die Biodiversität in der Stadt ist.

Gut aufgebaute und gepflegte Gründächer sind eine der effizientesten Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel. Sie speichern Regenwasser, vermeiden damit das Überlaufen der Kanalisation und schützen so unsere Seen und Flüsse vor Verschmutzung – also ein gutes Beispiel für ein dezentrales Regenwassermanagement. Gleichzeitig funktionieren Gründächer wie ein Schwamm, der zuerst das Regenwasser aufsaugt und es bei Hitze durch Verdunstung wieder abgibt und damit wie eine „Kühlanlage“ der Umgebung wirkt.

Besonders die Kombination aus Photovoltaik und Dachbegrünung begünstigt sich gegenseitig und macht Gründächer noch sinnvoller. Durch den kühlenden Effekt des Gründachs verliert die Solaranlage im Sommer weniger an Leistung. Außerdem hilft das Gewicht des Substrats bei der Befestigung der Anlage. Ein extensives Dach wiegt nicht mehr als ein lose verlegter Kiesbelag und hilft so die Anlage gegen Sturm zu sichern, ohne sie im Dach zu verschrauben.

Die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz fördert mit dem Programm GründachPLUS (ehemals Programm 1000 grüne Dächer) die Begrünung von Dächern. Welche Projekte gefördert werden und wie eine Förderung beantragt werden kann finden Sie hier:

GründachPLUS

weitere Informationen:

Gründach + Solar = Gewinn | Berliner Regenwasseragentur

Abgeordnetenhausbeschluss zur dezentralen Regenwasserbewirtschaftung

 

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