Das Stadtgrün ist mein Naherholungsgebiet

Die öffentlichen Grünanlagen in Berlin sind kostenfrei zugänglich. Es gibt kleine und große Flächen, denkmalgeschützte Gartenensembles oder auch moderne und naturnahe Ecken. In den verschiedenen Anlagen gibt es unterschiedliche Angebote von der reinen Liegewiese, über Bänke zur Erholung, Ballkäfige, Spiel- und Sportgeräte bis zum eingezäunten Hundeplatz. Die zahlreichen öffentlichen Grün- und Erholungsanlagen im Stadtgebiet, zu denen auch die öffentlichen Kinderspielplätze gehören, bieten entsprechend vielfältige Erholungsmöglichkeiten.

Die meisten Berliner*innen haben ihre Lieblingsplätze im Stadtgrün. Dabei bietet sich nicht jeder Bereich für jede Aktivität gleichermaßen an: Es gilt, mit Respekt und Rücksichtnahme Zeit und Ort für eine Aktivität im Grün auszuwählen, denn nur „Zusammen sind wir Park!“

Immer mehr Menschen besuchen und leben in Berlin und die Parks und Grünanlagen der Stadt sind beliebter denn je. Die wachsenden Besucherzahlen und die steigende Beliebtheit bedeuten eine große Belastung für das Stadtgrün und sind eine Herausforderung, nicht nur für die Natur, sondern auch für alle Menschen in und am Stadtgrün: Der Raum für jede*n Einzelne*n wird kleiner – dies kann zu Konflikten führen. 

Alle Besucher*innen sind deshalb dazu aufgerufen, zugunsten der gemeinsamen Freude im und am Stadtgrün, sich rücksichtsvoll zu verhalten und die geltenden Regeln zu beachten. Diese Regeln fußen auf dem Grünanlagengesetz und lassen sich folgendermaßen zusammenfassen: 

1. Rücksicht nehmen auf andere Menschen, Pflanzen, Tiere und die Ausstattung der Grünanlagen.

Der Natur und dem Stadtgrün mit Respekt begegnen: Achtsam mit der Vegetation umgehen und Beete nicht betreten. Nutzungen, die diese beschädigen oder zerstören können, unterlassen.

Mobiliar wie Bänke nicht beschädigen oder verunreinigen, damit es weiterhin allen Parknutzer*innen zur Verfügung steht.

Aufeinander Rücksicht nehmen, um Konflikte zu vermeiden. Zum Beispiel beim Ballspielen andere Parknutzer*innen nicht beeinträchtigen oder gefährden.

2. Radfahren ist grundsätzlich verboten.

Manche Hauptwege dürfen Fahrradfahrer*innen mitbenutzen, diese sind entsprechend gekennzeichnet. Fußgänger*innen haben dabei stets Vorrang.

Besondere Rücksicht ist auf mobilitätseingeschränkte Menschen und spielende Kinder zu nehmen.

Die Benutzung von motorisierten Fahrzeugen, wie bspw. E-Scooter, ist generell in Grünanlagen nicht erlaubt.

3. Abfall und andere Verschmutzung sind sofort zu beseitigen.

Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es, Abfall zu vermeiden bzw. unvermeidbaren Abfall nach Möglichkeit zu recyclen.

Hundehalter*innen sind für ihre Tiere verantwortlich, Hundekot ist unverzüglich zu beseitigen. Einen Anspruch auf Kotbeutel gibt es nicht.

Zigarettenstummel sind nur schwer abbaubar, vergiften Böden sowie Grundwasser und gefährden insbesondere Kleinkinder.

4. Lautstärke anpassen und die Nachtruhe einhalten

Auch beim Thema Lautstärke ist gegenseitige Rücksichtnahme oberstes Gebot.

Lärm, der andere Parknutzer*innen und Anwohner*innen unzumutbar stört, ist verboten. Dies gilt auch für laute Musik.

Es gilt generell eine Nachtruhe von 22:00 bis 6:00 Uhr.

5. Grillen und offenes Feuer sind verboten.

Grillen ist nur auf den ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt.

Grills und offene Feuer können die Vegetation beschädigen. Glut und heiße Asche können Brände verursachen.

Rauch und Gerüche können andere Parkbesucher*innen und Anwohner*innen belästigen.

6. Hunde müssen immer an der Leine geführt werden.

Aus Rücksicht auf andere Parknutzer*innen, insbesondere für deren Sicherheit und Wohlbefinden.

Um sicherzustellen, dass Hunde keine Wildtiere aufscheuchen und die Vegetation beschädigen.

In Berlin gibt es ausgewiesene Hundeauslaufgebiete, Hundefreilaufflächen und Hundeplätze, auf denen sich die Tiere austoben können.

7. Wildtiere nicht füttern.

Wildtiere sollen Wildtiere bleiben und nicht an Menschen als Nahrungsspender gewöhnt werden.

Nicht artgerechtes Futter schadet Wildtieren – niemals Brot oder Lebensmittelreste verfüttern!

Futterreste locken Ratten und andere Schädlinge an – in Gewässern führen sie zu größerer Sauerstoffzehrung und zu Fischsterben.

8. Baden ist nur an ausgewiesenen Badestellen erlaubt.

Uferpflanzen sind wichtig für den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts und als Rückzugsort für Tiere und werden durch Betreten beschädigt.

An ausgewiesenen Badestellen wird die Wasserqualität regelmäßig überprüft. Vor gesundheitsschädigenden Belastungen der Gewässer durch Fäkalien, Bakterien oder Algen wird gewarnt.

Aufgrund des Schiffverkehrs und mangelnder Wasserqualität ist das Baden in der Spree grundsätzlich nicht erlaubt.

Darüber hinaus gilt: Nicht alles, was nicht verboten ist, ist auch geboten. Gesunder Menschenverstand und ein Blick über die eigene Picknickdecke hinaus auf Natur und Mitmenschen helfen.

 

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