Dr. Heinrich Niemann
im Schlosspark Biesdorf
dr niemann

Guten Tag, mein Name ist Dr. Heinrich Niemann. Ich bin hier als Vorsitzender des Vereins „Freunde Schloss Biesdorf“. Er besteht schon seit fast 20 Jahren und hat einen beträchtlichen Anteil daran, dass das Schloss Biesdorf in seiner alten Schönheit wieder aufgebaut werden konnte. Es ist seit fünf Jahren wieder eröffnet. Der zugehörige Schlosspark Biesdorf und das Schloss sind beide denkmalgeschützt. Die Bäume, die im Park stehen, sind gut 150 Jahre alt und haben damit zwei Weltkriege überstanden. Die Erklärung ist, dass nach 1945 das brandzerstörte Schloss und der Park von der damaligen sowjetischen Militärverwaltung, der Roten Armee, beschlagnahmt wurde, weil man hier auf diesem Gelände im südlichen Teil des Parks einen sowjetischen Soldatenfriedhof eingerichtet hat. Dieser Friedhof hat von 1946 bis 1958 hier bestanden. Es sind über 460 Soldaten, Offiziere, zivile Angestellte, aber auch Kinder an verschiedenen Stellen beerdigt gewesen. Diese wurden dann in den Parkfriedhof Marzahn umgebettet. Heute erinnern nur noch die Birken (der russische Baum), die nach 1945 hier gepflanzt wurden und drei Birken, die wir im vergangenen Jahr gepflanzt haben, daran. Wäre der Friedhof nicht von einer Mauer umgeben gewesen, wären diese alten Bäume wie an vielen anderen Stellen, als Feuerholz gefällt und verbrannt worden. Dieser Umstand, an den damals wahrscheinlich keiner gedacht hatte, hat dazu beigetragen, dass dieser wunderschöne Bestand von alten Bäumen in diesem Park erhalten geblieben ist.

Barbara
im Schlosspark Biesdorf
barbara

Mein Name ist Barbara und ich habe einen Treff mit unserer Schmerzgruppe gemacht. Alle haben ein paar Wehwehchen. Wir haben uns für den Treff mit Kaffee, Tee, Kuchen und Schnittchen bewaffnet, um ein kleines Picknick zu machen.
Wir haben diesen Park ausgewählt, weil er gut zu erreichen ist. Viele sind eher fußlahm. Wir erfreuen uns alle an dem Erblühen und dem Frühling. Viele brauchen auch das Gespräch, weil sie allein zuhause sind. Sie brauchen einen Ansprechpartner und da ist es das Beste, was man machen kann – rausgehen.

Matthias
im Schlosspark Biesdorf
Matthias

Mein Name ist Matthias Raupach und ich bin Schauspieler. Wir haben einmal eine lustige Aktion gemacht: Für ein Gay-Format haben wir ein Stück gespielt. Das hieß „Sissi –Beuteljahre einer Kaiserin“, in Anlehnung an die alten Sissi-Filme. Da haben wir ein lustiges Fotoshooting gemacht. Ich war mit zwei Meter die Kaiserin von Österreich und wir haben uns im vollen Kostüm durch den Park auf die Location schleichen müssen, auf die Freitreppe. Das war schon ein Spießrutenlauf, weil die ganzen japanischen Touristen hinterhergerannt sind und Fotos machen wollten. Es war so eine skurrile Geschichte, weil wir alle, ca. 5–6 Personen, in historischen Kostümen steckten. Es war aber eine Trash-Produktion. Das war witzig.